Dürrehilfen: SPD fordert zusätzlich Klimaprogramm für die Landwirtschaft 

Agrarpolitischer Sprecher Horst Arnold: CSU-Regierung muss zum Beispiel klimafreundliche Bodenstrategien fördern. 

Der agrarpolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Horst Arnoldfordert über die heute verkündeten Dürrehilfen hinaus auch ein Klimaprogramm für die Landwirtschaft. “Dass jetzt unbürokratische Hilfen gewährt werden für Betriebe, die in ihrer Existenz gefährdet sind oder deren Futtergrundlage für die Tiere nicht mehr vorhanden ist, ist nur der erste Schritt”, betont Arnold. “Entscheidend ist, dass jetzt unverzüglich ein bayerisches Klimaprogramm für die Land- und Forstwirtschaft aufgelegt wird, um die Folgen künftiger klimawandelbasierter Wetterkatastrophen aufzufangen.”  

Für den Fürther Agrarexperte sei etwa wichtig, die Forschung in diesem Bereich zu intensivieren. “Der Humusaufbau, also die Furchtbarkeit des Bodens, spielt eine entscheidende Rolle für die Wasserspeicherung – und kann nebenbei die Folgen von Hochwasser eindämmen. Hier weigert sich die CSU-Staatsregierung, eine Strategie zu entwickeln, die Bestandteil eines Klimaprogramms sein muss. Auch vielfältigere Anbauarten (Fruchtfolgen) können dazu beitragen, die Ertragsverluste zu reduzieren.” 

Die Probleme der Forstwirtschaft spielen heuer für die Staatsregierung leider eine untergeordnete Rolle, stellt Arnold fest. “Neben einem massenhaftes Auftreten von Schädlingen wie dem Borkenkäfer ist vielfach auch eine Schädigung der Baumkulturen zu erkennen. Auch hier müssen wir Hilfe leisten: Sei es in Form von Beihilfen für die Förster oder bei der Schaffung attraktiver Förderungen zum Waldumbau.”